Aktuelles
Wetterbericht abrufen
Gleitschirmfliegen
Der See von Annecy und die ihn umgebenden Berge stellen nicht nur die Geburtsstätte des Gleitschirmfliegens, sondern auch eines der wichtigsten Zentren weltweit für den motorlosen Flugsport dar.
Ein Zufall ist das nicht: Die Luftbedingungen in diesem Teil der Alpen eignen sich hervorragend zur Ausübung dieser Sportart: Es weht im Allgemeinen nur ein schwacher Wind, Aufwinde jedoch sind reichlich vorhanden, die Startplätze sind leicht erreichbar und die breiten und grünen Täler bieten hervorragende Landeplätze und ein Straßennetz, das ein leichtes Rückholen ermöglicht.
Diese Region mit ihrer wunderschönen Landschaft ist ein Paradies für Gleitschirmflieger.

Landschaftliches Ambiente:
Überfliegen Sie die Kalkfelswände der Dents de Lanfon und des Tournette, schweben Sie über das türkisfarbene Wasser des großen Alpensees, des reinsten Sees Europas, sowie kilometerweit über die Bergkämme von Bauges und Aravis, die wie geschaffen für Distanzflüge sind.
Landen, tauchen und schwimmen Sie im See und lernen Sie in den örtlichen Gleitschirmschulen und Fachgeschäften die neuesten Entwicklungen des motorlosen Flugsports kennen.
Die Region von Annecy ist ein Paradies des motorlosen Flugsports und das beliebteste Fluggebiet der Alpen, und dies aus sehr guten Gründen.
Rahmenbedingungen:
Die wichtigsten Startplätze liegen am Ostufer des Sees von Annecy: Planfait (950 m Höhe) bei der Ortschaft Talloires und der Col de la Forclaz (1250 m Höhe) bei der Ortschaft Montmin, mit atemberaubenden Panoramablicken.
Diese Stellen sind sowohl für Anfänger als auch für erfahrenere Gleitschirmflieger geeignet.
Am Westufer des Sees können Sie von einer kleinen Stelle bei der Ortschaft Entrevernes zu einem morgendlichen Flug aufbrechen. Hier ist etwas technisches Know-how gefordert, da die Fläche des Startplatzes begrenzt und umgeben von Bäumen ist.
Der Semnoz, der Hauptgipfel des westlichen Teils der Landschaft rings um den See, bietet zur Ebene hin zwei Startplätze und die Möglichkeit fantastischer Flüge, insbesondere wenn die Bedingungen für Flüge in den hohen Bergmassiven zu instabil sind.
Auf diesem langgezogenen, in westlicher Richtung orientierten Bergkamm können Sie zur Stätte von Revard und des Sire etwa 35 km weiter südlich gelangen und ohne größere technische Schwierigkeiten wieder zu Ihrem Ausgangspunkt zurückkehren.
Im Süden der Seelandschaft finden Sie den Regionalen Naturpark Bauges, der ein regelrechtes „Stadion für den motorlosen Flugsport“ bietet. Die zahlreichen Gipfel des Massivs sind leicht zugänglich und die Start- und Landemöglichkeiten inmitten der Alpenlandschaft sind zahlreich. Vor dem Fliegen empfiehlt es sich, sich nach Bereichen mit Überflugverbot (in Richtung des Bergmassivs Arcaloz), und Nistbereichen, in denen zu gewissen Perioden im Jahr Störungen vermieden werden sollten, zu erkundigen.
Im Nordosten, in den Bergmassiven von Aravis, erleichtern die Seilbahnen des Gebiets von Grand-Bornand und von La Clusaz das Erreichen hochgelegener Startplätze.
Diese Stellen sind im Sommer sehr zu schätzen, um oberhalb der Inversionsschicht fliegen zu können, und wenn die Luftmasse in den unteren Schichten stabil ist. Beim Bargy und dem Gipfel des Jalouvre hat man manchmal das Glück, einen Bartgeier, einen majestätischen Raubvogel mit einer Flügelspannweite von mehr als 3 m, beobachten zu können.

Gleitflugzeit:
Während eines großen Teils des Jahres, mit besonders günstigen Bedingungen zwischen Ende März und Anfang Oktober.
Erlebnissportmöglichkeiten:
Einführungskurse, Genussflüge, Flüge im Doppelsitzer-Gleitschirm mit ausgebildetem Gleitschirmpilot, Biwakflüge, Wanderflüge/Flüge in die Berge, gesicherte Flüge über den See mit einer örtlichen Schule, im Winter Speedriding in den Aravis-Bergen, Kitesurfen am Semnoz.
Sicherheit:
Ein Wettervorhersage-Service ist über die Sicherheitsfrequenz des französischen Flugsportverbands FVL (Fédération française de vol libre, 143,9875 MHz) verfügbar und im Internet können eine Reihe meteorologischer Daten abgerufen werden. Bei größeren Problemen stellt die 112 die gemeinsame Notrufnummer für alle Notfälle dar, über die Sie die zivilen Rettungsdienste und die Berggendarmerie erreichen können. Die Nähe des Flughafens von Annecy verlangt von Streckenfliegern äußerste Wachsamkeit, damit sie nicht in den Nahverkehrsbereich des nördlichen Sees geraten.
Unvergessliche Flüge:
- Flug vom Gebirgspass Col de la Forclaz, abends unter den Bedingungen der Umkehrthermik.
- Ein kleiner Spazierflug um den See Richtung Roc des Bœufs und zurück, mit Überquerung des Sees in seiner Breite.
- Streckenflug vom Semnoz bis zum Revard.
- Morgendliche Wanderflüge, vom Gipfel des Tréloz in Richtung der Ebene der Ortschaft Ecole im Gebirgsmassiv Bauges.
Artikel verfasst von: Antoine Desvallées (Doppelsitzer-Gleitschirmpilot, staatliche Prüfung in Vorbereitung), weitere Informationen erhalten Sie unter:
Résidence Florimontane in Talloires
Für Einführungskurse für Gleitschirmfliegen, Lufttaufen etc. wenden Sie sich bitte an: Passagers du Vent.






